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CH-Bundesrat muss über Fluglager debattieren

Dem traditionellen Segelfluglager in San Vittore droht das Aus. Weil sich das Bundesamt für Zivilluftfahrt bis heute weigert, eine Bewilligung auszustellen, muss sich der Bundesrat mit dem Lager beschäftigen. Während eine Bewilligung in den Jahren zuvor stets unbürokratisch von der Armasuisse Immobilien erteilt wurde, ist jetzt das Bundesamt für Zivilluftfahrt dafür zuständig. Dieses lässt die Segelfluggruppe San Vittore seit Monaten warten, obwohl die Standortgemeinden San Vittore, Roveredo und Lumino (Tessin) ihr Einverständnis längst erneuert haben. Nun hat sich der Schweizer Aero-Club-Präsident der Sache angenommen: FDP-Nationalrat Matthias Jauslin will vom Bundesrat wissen, warum sich das Bazl bis heute sträubt, die Bewilligung auszustellen. In einer letzte Woche eingereichten Interpellation an den Bundesrat moniert Jauslin die „achtmonatige Bearbeitungsdauer mit immer wieder gemachten Versprechungen und neu postulierten Anforderungen durch das BAZL“. Jauslin fragt, ob die Landesregierung die Erfolgsgeschichte des Segelfluglagers gefährden wolle. Quelle: Die Südostschweiz. Bild: SG Obwalden.

Im Bazl wiehert der Amtsschimmel

Bisher genügte eine einfache Anfrage bei der Armee für die Bewilligung des Segelfluglagers im Misox. Nun hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) übernommen – und dieses mauert. Vom einstigen Militärflugplatz in San Vittore ist nicht mehr viel zu sehen. Zwar steht immer noch ein Hangargebäude, und am Rand des Flugplätzchens betreibt die Heli Rezia AG ihren Heliport. Die Rollbahn jedoch ist inzwischen fast gänzlich mit Gras überwachsen. Ursprünglich wollte der Kanton Graubünden die Fläche in ein Industriegebiet umzonen. Doch diesem Vorhaben erteilte die Einwohnerschaft von San Vittore an einer Gemeindeversammlung im September 2017 eine Abfuhr. Jetzt droht dem Anlass trotzdem das Ende. Grund dafür ist einzig ein Wechsel der bundesinternen Zuständigkeit für die Bewilligung. Auf Anfang 2018 wurde das Areal vom Militärflugplatz in eine Wiese umklassiert. Gleichzeitig entliess die Armasuisse-Immobilien, die Immobiliensparte der Armee, das Areal aus seinem Inventar. Damit ging der Armasuisse auch die Kompetenz zur Bewilligung des Lagers verlustig. Das Lager 2018 bewilligte Armasuisse zwar noch, für die Ausgabe 2019 muss nun das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) grünes Licht geben. Auf dieses Licht wartet die Segelfluggruppe San Vittore seit Monaten. Die nötigen Bewilligungen der betroffenen Gemeinden San Vittore, Roveredo und Lumino (Tessin) sind dagegen schon Mitte September bei Gmür eingetroffen. Quelle: Die Südostschweiz.