Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten der Ereignisse im Motorflug.

WEF in Davos und ‚Dädalus‘ in Vorarlberg

Von 21. bis 25. Januar sichert das Österreichische Bundesheer anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos verstärkt den österreichischen Luftraum. Dazu wurde ein Flugbeschränkungsgebiet über Teilen Vorarlbergs und Tirols errichtet. Mehr als 1.100 Soldaten sowie 23 Luftfahrzeuge, zwölf Flächenflugzeuge und elf Hubschrauber sorgen für die Sicherheit der Veranstaltung und schützen die örtliche Bevölkerung vor Gefahren aus der Luft. Vom bewaffneten Hubschrauber bis zum Eurofighter kommen beinahe alle Luftfahrzeugtypen des Bundesheeres zum Einsatz. Piloten, welche unerlaubt in ein Flugbeschränkungsgebiet einfliegen, droht ein Verwaltungsstrafverfahren. Mehr Infos für Piloten.

Cessna Citation X in Not

Eine Cessna Citation X wurde am Mittwochmorgen am Truckee Tahoe Airport nach heftigen nächtlichen Schneefällen in einen ‚Senkrechtstarter‘ verwandelt. Der Schnee belastetet dDas Heck des 73-Fuß-Jets, bis die Nase während Stunden Stunden steil nach oben zeigte. Der Truckee Tahoe Airport – der in einer Höhe von fast 6.000 Fuß liegt – meldete auf Facebook, dass er am Vortag mehr als 16 Zoll Schnee erhalten habe. Evan Englesby, ein Betriebs- und Wartungsmitarbeiter am Flughafen, sagte, er glaube nicht, dass die Cessna einen erheblichen Schaden erlitten habe. Quelle: The Sacramento Bee.

Flughafen Budweis: Start im Sommer

Der Flughafen Budweis wird derzeit auf Hochtouren vom Flugplatz zum vollausgestatteten South Bohemia Airport umgebaut. Der alte Flugplatz, bis 2005 im Besitz des Militärs, ist nicht mehr wiederzuerkennen und der Baubetrieb am 120 Hektar großen Areal weit fortgeschritten. In der derzeit befindlichen zweiten Bauphase wird das komplette Innenleben des Ankunft-Abflug-Bereichs fertiggestellt, um ab Mai 2019 mit dem operativen Testbetrieb zu starten. Mehr im Bericht von ‚meinbezirk.at‘.

Was wurde aus Pilot «Sully» Sullenberger?

Am 15. Januar 2009 musste ein Flugzeug der Airline US Airways nach dem Ausfall beider Triebwerke auf dem New Yorker Fluss Hudson notlanden: Der Airbus A320 war mit Wildgänsen kollidiert. Mit seiner spektakulären Notwasserung rettete der Pilot Chesley „Sully“ Sullenberger sich selbst und allen 154 Passagieren und Crew-Mitgliedern an Bord das Leben. Nach der Notlandung arbeitete Sullenberger in einer Arbeitsgruppe für Flugsicherheit bei US Airways, wirkte aber weiterhin auch im Cockpit. 2010 ging er in Rente. Er engagierte sich aber auch danach in der Debatte um Flugsicherheit, etwa als Experte beim Rundfunksender „CBS News“. Mehr im Bericht der Aargauer Zeitung.

Dübendorf für WEF gewappnet?

Die Störaktionen mit Drohnen an Flughäfen in England haben auch Auswirkungen auf die Risiko-Beurteilung des Flugplatzes Dübendorf. Eventuell kommen während des WEF-Flugbetriebs moderne Drohnenabwehr-Systeme zum Einsatz. Ein Fluggerät, das unerlaubt in einen gesperrten Luftraum eindringt, kann von einer Drohnenabwehr-Anlage abgefangen werden. Neuste Systeme, wie etwa des deutschen Herstellers Aaronia, sind in der Lage, Drohnen über deren Signale, die sie an den Piloten sendet, präzis zu Orten. Je nach Beurteilung der Bedrohung kann der Störsender des Systems eingesetzt werden. Dieser bewirkt, dass die Steuersignale des Piloten nicht mehr bei der Drohne ankommen, was zum Absturz oder zu einer automatischen Landung führt. Mehr im Bericht der Aargauer Zeitung.

Wenn der Pilot selbst abspringt

Als Pilot aus einem unkontrollierbar gewordenen Flugzeug mit dem Fallschirm abspringen? Eine Horrorvision. Dabei ist bei einer ganzen Reihe von Luftfahrzeugen der Pilot verpflichtet oder es wird dringend empfohlen, an Bord einen Fallschirm zu tragen. Etwa in Absetzflugzeugen, die Fallschirmspringer in die Luft bringen. Hier kam es zu oft vor, dass ein Springer gegen Leitwerk oder Streben knallte, so dass die Maschine unsteuerbar wurde. Das führte zu tödlichen Abstürzen, denn der Pilot ist ohne Chance, wenn er keinen Fallschirm trägt. Für einige Piloten ist das Tragen eines Fallschirms Pflicht. Ob sie im Notfall aber springen würden? Ein Seminar soll die Schwellenangst verringern. Mehr im Bericht der ‚FAZ‘.

Bozener Flughafen ans Land?

Weil der Flughafen Bozen nicht mehr von „nationalem Interesse“ ist, könnte er vom Staat ans Land übergehen. Flughafen-Gegner fordern dies. Doch laut Landesregierung würde es ohnehin nicht viel nützen. So schrieb etwa der Dachverband für Natur- und Umweltschutz vor einigen Wochen in einem offenen Brief: „Sehr geehrter Herr Landeshauptmann, es ist Ihnen sicherlich bekannt, dass es ein Dekret des Staatspräsidenten aus dem Jahre 2015 gibt, welches die Kompetenzen bezüglich Flugplatz Bozen an die Region bzw. Provinz abgeben würde, da dieser weder von strategischem, noch von nationalem Interesse ist. Einem Rückbau statt einem Ausbau dürfte also nichts im Wege stehen. Die Mehrheit der Südtiroler, die bei der Volksabstimmung unter anderem auch gegen das Entwicklungskonzept abgestimmt haben, erwartet dies von Ihnen.“ Mehr im Bericht der ‚Neuen Südtiroler Tageszeitung‘.

„Wer Drohnen fliegt, ist Pilot“

Kanadas Ministerium für Transportwesen hat die Einführung von Fluglizenzen und Flugverkehrsregeln für alle Flugdrohnen von einem Gewicht zwischen 250 Gramm und 25 Kilogramm angekündigt. Vor allem soll der Drohnenbetrieb in der Nähe von Flughäfen untersagt werden. Zunächst als Richtlinien in dieser Woche eingeführt, sollen die Regeln im Juni 2019 verbindlich in Kraft treten. Danach sollen Drohnen ausschließlich unterhalb von 122 Metern über dem Boden und fernab anderer Flugverkehrsteilnehmer geflogen werden dürfen. Mehr im Bericht von ‚RT‘.