Rundum zufriedene Gesichter beim GliderCup 2009

Mit dem 2009 lancierten GliderCup bot SchänisSoaring auf die ganze Saison verteilt seinen ausgebildeten PilotInnen ein geführtes Weiterbildungs-Programm. Ziel war es, Streckenflug-Neulingen einen sicheren Einstieg in die Streckenfliegerei jenseits des Platzbereiches Schänis zu bieten, wobei der Spassfaktor nicht zu kurz kommen durfte. Alle sechs Flugtage wurden trotz teilweise schwieriger Wetterbedingungen durchgeführt. Die Bilanz ist nicht nur deshalb erfreulich.

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Was will der GliderCup?
Ziel des GliderCups ist, mit mehr Spass, weiter und mehr zu fliegen. Gemeinsam in der Luft mehr zu erleben. Lernen, sicher Strecken zu fliegen. Und die elektronischen Planungs- und Dokumentations-Systeme bedienen zu können.

Die Mittel, um diese Ziele zu erreichen, sind ein simples, maximal A4 langes Reglement, eine einfache Punktvergabe, die bis zum Saisonende die Spannung hoch hält. Ein geringer organisatorischer Aufwand für alle Beteiligten wird dank der Verteilung des GliderCups über die ganze Saison und automatischer Auswertung über den OLC und einem vordefinierten Strecken-Katalog erreicht.

Der Kern des GliderCup sind Doppelsitzerflüge mit einem Streckenfuchs, wobei die „Rookies“ vom reichlich vorhandenen Streckenflug-Know-How in Schänis profitieren können. Der Flugtag endete immer mit einem De-Briefing bei einem gemütlichen Abendessen, wobei auch die Kontakte untereinander gepflegt und intensiviert wurden.

Begehrte DoSi-Plätze
Eine Erkenntnis aus der ersten Saison SchänisSoaring GliderCups ist, dass Streckenflug-Neulinge es sehr schätzen, im Doppelsitzer vom Know-How eines erfahrenen Streckenfliegers zu profitieren. Unsere moderne Flotte an Doppelsitzern stand dann auch praktisch an sämtlichen GliderCup-Flugtagen rege im Einsatz. Da wir auch bei durchzogenem Wetter flogen, bestand auch selten Bedarf nach diesen Doppelsitzern seitens der anderen Clubmitglieder. Die Besatzungen wurde dabei nicht immer durch einen Fluglehrer auf dem hinteren Sitz ergänzt, häufig sass auf dem vorderen Platz ein nicht minder kompetenter Streckenflieger, scharf beobachtet vom ‚Stift’ auf dem hinteren Sitz, was dem Lerneffekt keinerlei Abbruch tat.

Auch ‚Rookies’ können gewinnen.
Für Spannung während der Saison sorgte die Punktevergabe. In der Tagesrangliste erhielt der Sieger 10 Punkte, der Zweitplatzierte 8 Punkte und danach reduzierten sich die Punkte um jeweils eins pro Rang. Jeder Pilot mit einem gültigen Flug erhielt in der Tagesrangliste einen Punkt. Für eine im Doppelsitzer erflogene Leistung wurde beiden Piloten die gleiche Anzahl an Ranglistenpunkten gebucht, was am Ende dazu führte, dass der fleissige GliderCup-Pilot Alfred Reist als ‚Rookie’ in der Gesamtrangliste den hervorragenden zweiten Platz einflog.

Keine ‚Näggis’
Insgesamt 31 TeilnehmerInnen flogen während der sechs Flugtage am GliderCup mit. Darunter waren auch Gäste des Nachbarflugplatzes Mollis. Alle TeilnehmerInnen nehmen am Saisonende nicht nur einen ungewohnt grossen Haufen an Flugstunden, Streckenkilometern und Erfahrungen mit nach Hause, sondern auch einen persönlichen, von SchänisSoaring gesponserten Fleece-Pullover. Besonders erfreulich war die Flugdisziplin. Der gesamte GliderCup verlief ohne irgendwelche Zwischenfälle. Wir hatten weder Luftraumverletzungen, noch Materialschaden zu beklagen und auch die einzige Aussenlandung des Cups, auf dem Flugplatz Olten, verlief ereignislos. Die Streckenflugtheorie des Trichterfliegens wurde offensichtlich äusserst effizient in die Praxis umgesetzt…

Bilanz des GliderCup 2009
Das Ziel, Jungflieger in einem geführten und sicheren Rahmen an die Streckenfliegerei zu führen, ist den Verantwortlichen vollumfänglich gelungen. Die Eingaben im OLC belegen, dass die Jungpiloten das Erlernte auch ausserhalb des GliderCup bereits tatkräftig in der Praxis anwenden. Dies bekräftigt die Verantwortlichen, mit dem GliderCup weiter zu fahren und damit der Streckensegelfliegerei in Schänis einen weiteren Schub zu verleihen.

All dies ist zumindest für den Veranstalter ‚SchänisSoaring’ das positivste Signal des GliderCups 2009. Mit einer Wiederholung im kommenden Jahr darf also gerechnet werden. Die Veranstalter würden sich freuen, wenn sich vermehrt auch TeilnehmerInnen von anderen Gruppen mit Flugmaterial und Fluglehrern/erfahrenen Streckenpiloten am GliderCup beteiligen würden. Diese Platform kann sehr einfach dazu genutzt werden, das Fluggebiet der Jungpiloten zu erweitern.

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