Archiv der Kategorie: Hoppala

Geschwurbel. Desinformation. Geheimsprachen.

LBA_Website_Kauderwelsch_2.2.2016

Dass bestimmte Berufsgattungen sich von der breiten Masse nichtsahnender Laien gezielt abheben wollen, indem sie sich diese lästige Umwelt durch Verwendung einer Geheimsprache vom Leibe halten, kennen wir aus der Medizin – und typischerweise auch aus der Fliegerei.

Den vorläufigem Höhepunkt dieses Geschwurbels und gezielter Desinformation mit unverständlichen Abkürzungen und Fachausdrücken liefern die Beamten des LBA (Luftfahrt-Bundes-Amtes). Gottseidank offeriert das Amt aber seit Jüngstem auch die Übermittlung der Inhalte mittels Gebärdensprache.

Nur so ist letztlich sichergestellt, dass selbst kursichtige oder unbeholfene Piloten, die das sogenannte Comment Response Tool (CRT) der EASA (European Aviation Security Agency) für das Einreichen einer Notice of proposed Amendment (NPA) auch nach stundenlangem Studieren der Explanation Note (EN) oder trotz ständiger Überwachung im Rahmen des ACAM (Aircraft Continuing Airworthiness Monitoring) beim häufig Gesuchten noch immer nicht beherrschen, sich nicht völlig verzweifelt vom nächsten Felsen stürzen.

(Fortsetzung folgt …)

Französische Wellen.

MeteoSchweiz_Welle_über_Frankreich_11.2.2016

Die hierzulande offiziell für das Wetter zuständige MeteoSchweiz liefert immer mal wieder charmante Beschreibungen des zu erwartenden Wettergeschehens oder der ‚Allgemeinen Lage‘. Klar, woher das kommt: stellen Sie sich vor, Sie müssten in wenigen Worten eine ‚Tiefdruck-Rinne‘ oder einen ‚Hochdruck-Rücken‘ in Französisch oder Italienisch erklären. Eben.

Die sprachliche Vielfalt der Schweiz und die föderalistisch korrekt auf MeteoSchweiz verteilten Angestellten aller Landesteile schlagen deshalb ab und zu auf das Wettergeschehen durch und erhöhen die Konfusion, wie etwa bei diesem Beispiel hier mit einer depressiven Zone an der Europäischen Atlantikküste (vermutlich sind die Finanzfachleute der EU in Brüssel gemeint):

Wettervorhersage_langfristig_unsicher_italienisch

Darum werden uns auch künftig am Freitag die kleinen Reste einer Welle über Frankreich erfassen und erhalten bleiben. Was immer das sein könnte …

(Fortsetzung folgt)