Beliebter Genfer Autosalon.

Dass man mit einen einmotorigen Flugzeug gegenüber anderen Transportarten wie Eisenbahn oder Auto Vorteile auf seiner Seite hat, spricht sich herum. Jedes Jahr fliegen ein paar Gäste von Mollis in rund einer Stunde sozusagen mitten in den Genfer Automobilsalon. Die Kosten sind vergleichbar mit der Eisenbahn, die Reisezeit beträgt aber statt zehn nur zwei Stunden.

Die Navettes.

Das Propeller-Flugzeug kann man bequem auf der Norseite des Flugplatzes parkieren, um anschliessend mit einer sogenannten ‚Navette‘ (französischsprachige Version eines hochbeinigen Personentransporters mit suizidgefährdetem, verhindertem Rennfahrer am Steuer und ausnahmesweise kein Space-Shuttle) in wenigen Minuten direkt auf die Südseite des Flugplatzes und damit sehr nahe an die Palexpo-Hallen mit dem Autosalon drin zu gelangen.

Fliegerei-interne Hürden.

Wenn man die Flugvorbereitungs-Hürden (Flugplan, Slot- und PPR-Theater) auf dem schon seit Wochen ausgebuchten Concrete-Runway einmal überwunden hat und bereit ist, auf dem für einen internationalen Flughafen etwas seltsam anmutenden, aber dafür andrangsfreien Graspistchen zu landen, ist Genf weiterhin eine VFR-Reise wert. Nachdem in den vergangenen Jahren alle Kleinflugzeuge erfolgreich mit den erwähnten administrativen Hürden vertrieben werden konnten, geniesst man heute ausreichend Platz und profitiert von kurzen Wartezeiten für Start- und Landefreigaben. Weniger schön ist dagegen die offenbar unvermeidliche doppelte Zollkontrolle auf der Süd- und Nordseite des Flugplatzes. Diese stehen dem Weg zum Flugzeug leider noch immer gleich in zweifacher Ausführung im Wege. Wenn man das Pech hat, die Piloten-Lizenz im Flugzeug zu vergessen, wird die Sache dann etwas zur kleinen Odyssee.

Reiz des Motorfliegens überwiegt.

Dieses Jahr haben wir dafür von besten VFR-Wetter profitiert. Konnten zweimal völlig wetter-sorgen-frei mit Sichten von deutlich mehr als 20 km auf direktem Wege und in kürzester Zeit von Mollis nach Genf und zurück fliegen. Was zu dieser launenhaften Jahreszeit nicht jedes Jahr der Fall ist. Das übertönt die Fliegerei-internen Misstöne noch immer bei weitem. Ich freue mich schon auf den Genfer Autosalon 2013 und alle, die dort wieder mit unserer clubeigenen Trinidad hinfliegen wollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.